Presseartikel 2013

Jan 16, 2017 | Allgemein, Pressearchiv

Diesmal zwei neue Bücher: über den einmaligen Hüttenröder Grasedanz und ein weiteres über den einmaligen Schatz der Stadt Blankenburg: das Moor vom Teufelsbad

…und Ärger im Revier

Dieses Jahr war ein Besonderes in der Vereinsgeschichte. Nicht nur, dass gleich zwei Bücher parallel geschrieben, editiert und verlegt wurden, es war auch ein Jahr mit divergierenden Meinungen über den Bergbau im Hüttenröder Revier. Dennoch fand das Jahr zu einem guten Ende, was uns positiv gestärkt ins neue Jahr trug.

Im August wurde das Buch über den Hüttenröder Grasdeanz veröffentlicht. Ein Fest, dass außer in Hüttenrode nur in Neuwerk gefeiert wird und eine Art Erntedankfest ist und unter der Regie der Heueinbringenden Frauen steht. Ein Farbenfrohes Fest und über 110 Jahre alt. Grund genug die erste Publikation herauszubringen. Und da das Fest im Zusammenhang mit dem Bergbau in Hüttenrode steht, fügt es sich perfekt in die Hüttenröder Edition als Band 5 Hüttenröder Grasdeanz- Kurzbeschreibung ein. Da es sich um ein Heimatfest des Harzes handelt, wurde es u.a. durch den Ehrenvorsitzenden des Harzklubs Dr. von Kortzfleisch, der kurz zuvor mit dem „Silbernen Steigerhammer“ geehrt wurde, Ehrung Silberner Steigerhammer Dr. von Kortzfleisch, rezensiert Buchvorstellung. Das Buch wurde durch die Protagonistinnen des Festes zusammen mit den Autoren veröffentlicht: 201307_PräsentationGrasedanzbuch_Seite1 201311_Vorstellung GD- Buch Dr. v. Kortzfleisch 201307_PräsentationGrasedanzbuch_Seite2. Natürlich wurde das Buch auch den den Landrat des Harzkreises übergeben 25.08.2013_Übergabe an Landrat Skiebe. Im Zuge dessen wurde ihm auch das Verlagsprogramm des Bergverein vorgelegt Übergabe Verlagsprogramm an Landrat Skiebe und Präsentation Grasedanzbuch.

Das Verlagsprogramm des Bergverein vor dem Verkaufsstand

 

Bereits im Mai konnte das Buch: „Mineralschlamm und Torf“ das Buch über die Entstehung des Blankenburger Teufelsbades und der Kurstadt Blankenburg veröffentlicht werden Kurzbeschreibung Minerlaschlamm und Torf. Das Büchlein, ebenfalls zur Hüttenröder Edition gehörend passt deswegen in die Edition, weil das Teufelsbad sich freiweillig mit seinem Moorabbau im Helsunger Bruch dem Bundesberggesetz unterwirft- sprich für den Abbau ein Betreisbplanverfahren durchläuft Ankündigung des Teufelsbadbuches „Minerlaschlamm und Torf“. Diesen Umstand würdigend ist es selbstverständlich, dass auch ein solches Buch mit in die Edition muss, zeigt es doch wieder einmal dass Bergbau auch aktiv zum Wohlbefinden und Regeneration des Menschen beitragen kann. Das Buch wurde besonders durch die Kurgäste gut aufgenommen. 28.05.2013 Präsentation Grasedanzbuch

Natürlich wurde in diesem Jahr auch Bergbau betrieben. Neben der umfassenden Erkundung des Reviers, wurden auch zahlreiche Fremdreviere befahren Leserbrief Befahung Morsleben, Leserbrief Befahrung Sollstedt. Beide Befahrungen  fanden im Salz statt, was auch die einzige Gemeinsamkeit der beiden Bergwerke in Sachsen- Anhalt und Thüringen ist. Das Bergwerk Morsleben sollte einst Atommüllendelager werden und befindet sich im Bundeseigentum. Die Grube Sollstedt befindet sich in der Verwahrung mit Bergbaufremden Versatzstoffen und wird privat betrieben. Eine detaillierte Beschreibung beider Gruben würde zu weit führen, es sei Sekundärliteratur empfohlen.

Gruppenbild der Befahrungsteilnehmer vor dem Schacht Sollstedt

Aber auch die HEF- Harzerisch Erzgebirgische Freundschaft wurde wieder durchgeführt Leserbrief 2. HEF. Diese Mal führte das Bergbauwochenende uns ins Freiberger Revier und als besonderer Höhepunkt konnte die Lagerstättensammlung der Wismut in Hartenstein besichtigt werden. Geführt wurden wir vom Chefgeologen Axel Hiller, der fundierter Kenner der Lagerstätte und somit prädestiniert war uns durch die Sammlung zu führen.

Eindruck der Sammlung- Barytkristallstufe

 

Die Ausstellungsbesucher

Es sei noch erwähnt, dass auch in diesem Jahr ein gemeinsamer Bergmannstag mit der Oesig gefeiert wurde. Bergmannstag Hüttenrode und Oesig. Thema des munteren Austauschs alter und junger Berglaute war die Erinnerung an die Einführung des Bergmannstages 1951 und die damit verbundenen Gratifikationen- das Deputat der Bergmannsschnaps.

Im Juli erfolgte die Teilnahme unseres Bergvereins an der Bergparade anlässlich des Jubiläums des Landesverbandes der Berg- und Hüttenleute Sachsen- Anhalt in Sangerhausen.

Parade zum Rosarium

 

Gruppenbild vor der Wetterlampe

Es erfolgte auch die Teilnahme an der Jubelfeier anlässlich des 40- jährigen Bestehens der Schachtanlage Zielitz.

Zelebrieren der HEF außerhalb von Harz und Erzgebirge

Die Vereinsstandarte vor dem Schacht 2

Auch ebenfalls erwähnt, dass wir erstmals in den Kasematten des großen Schlosses eine Mettenschicht durchführten. Bei stimmungsvoller Beleuchtung mit Fackeln und leichten Schneefall haben wir auf dem Sternthaler Weihnachtsmarkt die Adventszeit auf etwas andere Weise eingeläutet Schlossmettenschicht im großen Schloss Blankenburg.

Gruppenbild in den Kasematten

Pflege der bergmännischen Tradition der Speckfettbemme

Zu allerletzt sei noch eine Streitigkeit erwähnt, die dazu führte, dass sich eine Gegenbewegung zum Bergverein gründete. Diese wollte ebenso wie der Bergverein die Grube Braunesumpf touristisch als auch Naturschutztechnisch nutzen. Letztendlich verlief die Sache im Sand und der Bergverein hat sich mit neuer Kraft an neue Objekte gewagt: die Sanierung und Rekonstruktion des maladen Wetterschachtgeländes an der B27 entlang der Rübelandbahn. Als ehemaliger Hauptschacht des Grube Braunesumpf ist es nur selbstverständlich gewesen, dass wir uns irgendwann dem Objekt annehmen und es wieder zu einem Denkmal der Industriekultur im Mittelharz machen. Diese Arbeiten dauern noch an und erfordern viel Elan und Arbeitskraft. Ein glücklicher und gleichzeitig unglücklicher Umstand ermöglichte es uns 2016 dann unsere Konzeption das Schachtgelände als  Museumsobjekt zu nutzen mit realen sachwerten zu untersetzen: die Umlagerung des Besucherbergwerkes Drei Kronen und Ehrt. daran dachte man 2013 mit der Übernahme natürlich noch nicht. Exponate wurden aber dennoch durch den Verein aufgestellt: ein sanierte Bohrwagen fand am Zechenhaus seinen Platz und ein Lader wurde als Landmarke am Wetterschacht aufgestellt. Herrichtung-Bergbaugroßgeräte,  Übergabe Bohrwagen

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